Chronik des fröhlichen Stammtisches


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24.12.1971
Im Amtsblatt erschien folgende Anzeige: „Wir wünschen allen Ortsbürgern ein friedvolles und gnadenreiches Weihnachtsfest und ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr, die fröhlichen Stammtischbrüder. Und auch 1972 gilt das Motto: „Jeder sorgt für sich ....“

06.11.1971
Im Amtsblatt der Gemeinde veröffentlichten wir folgende Anzeige: „Kerb-Bekanntmachung“ Die fröhlichen Stammtischbrüder geben bekannt, dass sich jeder Ortsbürger um seine eigenen Angelegenheiten kümmern soll.

26.08.1971
Es ging uns wirklich nicht schlecht am Stammtisch.
Laut Beleg Nr. 30/71 wurden 25 Schnitzel mit Kartoffelsalat und 5 Pfund Hackfleisch zum Gesamtpreis von 100,00 DM verzehrt.

05.08.1971
Auch Richard Elbert meldete sich vom Stammtisch ab.

08.07.1971
Letzter Auftritt von Oberle Siegfried am Stammtisch.

24.06.1971
Es gab gleich 2 Spenden. 10,00 DM von Hanne aus Berlin und 30,00 DM von Karl Fries für die verlorene Sau. Unser Stammtischbruder und Metzgermeister Karl war mit 8 Schweinen von Röllbach nach Leidersbach unterwegs. Während der Fahrt war ein Schwein aus dem Hänger geflohen. Nach einem Tipp auf dem Feuerwehrfest in Eschau und einer Anzeige in der Zeitung tauchte das Schwein in Hessenthal auf. Der Finder wollte 50,00 DM bezahlen und das Schwein behalten. Auf diesen Handel ließ sich unser Karl jedoch nicht ein. Wohlbehalten, wenn auch mit Verspätung traf die verlorene Sau im heimatlichen Schlachthaus ein.

27.05.1971
Als Gast besuchte uns der Nebels Hans aus Hausen und spendete 10,00 DM.

06.05.1971
Unser Präsident Alois feierte Geburtstag und spendete 100,00 DM für die Gemeinschaftskasse.

08.04.1971
Besondere Vorkommnisse: Spende von Josef Hindelang 1,00 DM (Beleg Nr. 10/1971)

01.04.1971
Die Quittung über das erste Gemeinschaftsessen wurde von unserer Stammtischwirtin Helga über 30,00 DM! ausgestellt. Das waren noch die guten alten Zeiten.

25.03.1971
An diesem Montag begann die beispiellose Geschichte
eines Stammtisches.
In der Gaststätte „Zum grünen Tal“ beim Friese Ludwig trafen sich zufällig 15 Männer und die jungen Wirtsleute Helga und Heinz zu einem Dämmerschoppen. Es waren folgende Personen anwesend:
Bachmann Josef, Bachmann Gerhard, Elbert Richard, Fries Karl, Hefter Karl , Heigel Josef (insgesamt nur 3 x anwesend), Kempf Erich, Orth Berthold, Reichert Heinrich, Ronalter Gerhard, Schuck Alois, Weis Franz, Weiß Winfried, Rüppel Edmund und Oberle Siegfried.
Es ging recht munter zu und man war sich einig, in Zukunft in der gleichen Zusammensetzung wöchentlich jeweils Montags abends wieder beim Friese Ludwig zu erscheinen. Bei Bier und Frankenwein wurden gleich die Modalitäten besprochen. Der Einstand in den Stammtisch wurde für die Zukunft auf 100,00 DM festgesetzt. Der Beitrag beträgt jährlich 60,00 DM und wird in vierteljährlichen Raten kassiert. Wer Geburtstag hat muss 50,00 DM in die Kasse einzahlen. Das Fehlen am Stammtisch wird mit 5,00 DM bestraft. Es wurde beschlossen, an jedem Stammtischabend ein Gemeinschaftsessen zu bestellen Von Anfang an übernahm Alois Schuck das Amt des Stammtischpräsidenten. Auf seine Initiative wurde sofort eine Sammlung gestartet. Der Erlös des ersten Stammtischabends betrug 226,80 DM. Um einen runden Betrag zu bekommen wurde noch ein Bocksbeutel für 6,80 DM bestellt und der Restbetrag von 220,00 DM wurde als erste Einzahlung auf das neu angelegte Stammtischkonto bei der Raiffeisenbank Leidersbach eingezahlt. Die Kassengeschäfte werden von Berthold Orth abgewickelt.
Auf Wunsch des Präsidenten wird überwiegend Frankenwein aus Bocksbeuteln getrunken. Wenn kein Geld mehr in der Kasse war, wurden spontane Sammlungen durchgeführt. Bereits am Anfang ging es unkompliziert und urgemütlich zu. Niemand konnte zu diesem Zeitpunkt ahnen, welche Entwicklung dieser in seiner Zusammensetzung doch sehr gemischte Stammtisch nehmen würde.